Spektakulärer Mumienfund in Ägypten
Archäologen haben im weltberühmten Tal der Könige bei Luxor eine ganze Reihe 3.000 Jahre alter Sarkophage mit Mumien entdeckt. Die Holzsärge sind gut erhalten und sollen kommendes Jahr im neuen Großen Ägyptischen Museum in Kairo ausgestellt werden. (mehr …)
„Free Trip to Egypt“: Dokumentarfilm über Amerikaner in Ägypten
Der Film „Free Trip to Egypt” begleitet ein Experiment: US-Amerikaner bekommen eine kostenfreie Reise nach Ägypten spendiert – und das Publikum sieht, was geschieht. (mehr …)
Ägypten plant den Bau einer neuen Hauptstadt
Klotzen statt kleckern lautet das Motto der neuen ägyptischen Führung. Ob Größenwahn oder realistisch-ambitioniertes Projekt, das wird sich erst noch zeigen. Jedenfalls plant Präsident Sisi, der eher wie ein Diktator in Form eines alten Pharaos daherkommt, den Bau einer neuen Hauptstadt, um das überbevölkerte und vor dem Kollaps stehende Kairo zu entlasten. Zwölf Jahre Bauzeit und 75 Milliarden Dollar will die Regierung ausgeben, um diese neue Hauptstadt zu erschaffen. Grün und riesig soll sie werden, die Giga-Stadt vom Reißbrett. Es wird das größte Projekt Ägyptens im 21. Jahrhundert,falls der Bau tatsächlich beginnt. 21 neue Wohnbezirke mit Platz für fünf Millionen Menschen, 720 Kindergärten und 10.000 Kilometer fußgängerfreundliche Straßen sind in Planung. Ebenso ein Themenpark vier Mal so groß wie Disneyland und ein neuer, größerer internationaler Flughafen. Im Zentrum der neuen Hauptstadt ist der erste 200-Meter-Wolkenkratzer Ägyptens vorgesehen, in Form eines gewaltigen Obelisken. Als Bauzeit sind zwölf Jahre geplant. Neben den Regierungseinrichtungen sollen auch sämtliche ausländische diplomatischen Vertretungen in der neuen Hauptstadt angesiedelt werden.
Neue Hauptstadt soll östlich des heutigen Kairo entstehen
Sie sollen dann nicht mehr wie in Kairo auf zahlreiche Stadtteile verteilt sein. Was die Lage der neuen Hauptstadt betrifft, hat man sich für einen Ort rund 40-50 Kilometer östlich von Kairo entschieden. Es gibt dort genügend Platz und mit dem Ausbau des Suezkanals hofft man zudem auf wirtschaftliche Vorteile in der Region. Denn man plant dort ein gigantisches Wirtschaftszentrum, das sogar Silicon Valley Konkurrenz machen soll. Der Bau einer neue Hauptstadt für das Pharaonenreich am Nil ist nur ein Projekt von insgesamt 15, welche bei der Wirtschaftskonferenz in Scharm el Scheich vorgestellt werden. Die neuen Pläne hören sich zwar fantastisch an, doch viele Ägypter sind skeptisch, ob das Land das nötige technische Know How und vor allem genügend Geld hat, die bombastischen Pläne in die Tat umzusetzen. Experten bezweifeln die Umsetzbarkeit der Projekte und verweisen auf Russland. Putin hatte 2007 geplant, Moskau drastisch auszubauen und ein „russisches Silikon Valley“ zu bauen. Heute, 8 Jahre später, haben sich die Pläne mangels Geld und Know How als Hirngespinste entpuppt und in Luft aufgelöst. Nur die USA, Brasilien, Indien und China seien derzeit in der Lage, überdimensionale Bauprojekte zu verwirklichen, glauben Experten.
Ägypten: Touristenzahlen haben sich noch nicht erholt
Ein Jahr nach Beginn der Revolution leidet der Tourismus in Ägypten immer noch unter ausbleibenden Touristen. Für das Jahr 2011 musste man am Nil rund ein Drittel weniger Urlauber verzeichnen. In Ägypten wünscht man sich deshalb das Reiseverhalten von vor dem Umsturz zurück. (mehr …)
Mubarak: Prozess in Kairo
Dem ehemaligen Präsidenten Ägyptens, Hosni Mubarak, wird in der Hauptstadt Kairo der Prozess gemacht. Mubarak muss sich für den Tod von Demonstranten während der Niederschlagung der Proteste Anfang diesen Jahres verantworten. Der Aufstand begann am 25. Januar 2011 mit dem „Tag des Zorns“ und richtete sich im Wesentlichen gegen das Regime, dem Amtsmissbrauch und Korruption vorgeworfen wird. (mehr …)
Starke Unruhen zwischen Kopten und Christen am Wochenende
In der Nacht zum Sonntag sind hunderte Muslime in den kairoer Innenstadtbezirk Imbaba gezogen und setzen zwei koptische Kirchen in Brand. Bei dem gewaltsamen Aufmarsch ägyptischer Muslime sind, so teilte das Gesundheitsministerium in Kairo mit, minstestens 9 Menschen getötet und über 200 Menschen verletzt worden.
Hunderte Muslime zogen vor die Kirche in Imbaba, der kairoer Innenstadt, um eine koptisch-christliche Frau zu befreien, die angeblich entführt und in der Kirche festgehalten wurde, weil sie zum Islam konvertieren wolle. Vor der Kirche brach eine Straßenschlacht aus, während der Schüsse fielen, aber auch Molotowcocktails und Steine geworfen wurden. In einem Flammeninferno vergingen zwei Kirchen und umliegende Wohnhäuser zu Asche.
Der Konflikt um Carmelia Shenata, begann bereits vor Wochen: Sie ist die Ehefrau eines koptischen Priesters. Doch nach einem Streit mit ihrem Ehemann suchte sie bei muslimischen Freunden unterschlupft. Es enstanden in der Folge Gerüchte darum, sie sei zum Islam konvertiert, welche aber sie selbst und die koptische Kirche dementierten. Laut weiterer Gerüchte wolle die Frau zum Islam konvertieren, um eine Liebesbeziehung zu einem Muslim haben zu können. Immer wieder kommt es aufgrund religiös-gemischter Liebesbeziehungen zu starken Auseinandersetzungen zwischen den religiösen Fronten. Trotz der Versuche, den Übertritt zum Islam als unwahr aufzuklären, zogen Muslime nach Imbaba zur besagten Kirche und wollten in ihrer hartnäckigen Überzeugung die Frau befreien.





