Faszination Ägypten

Die Pyramide von Snofru in Ägypten

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Die Pyramide von Snofru befindet sich in der Nekropole von Dahschur, etwa 30 Kilometer südlich von Kairo, am Westufer des Nils. Die auch als Rote- oder Nord-Pyramide bezeichnete Anlage steht für ägyptische Baukunst in ihrer ganzen Vollendung. Mit der Pyramide von Snofru wurde erstmals eine Pyramide im klassischen Sinne erbaut. Die 104 Meter hohe Pyramide wurde während der 4. Dynastie errichtet, man vermutet, dass sie als Grabstätte König Snofrus diente.

Erstmals näher beschrieben wurde die Pyramide von Snofru bereits 1616. Erste Vermessungen wurden 150 Jahre später durchgeführt. Die gründlichste Untersuchung über die Pyramide lieferte der deutsche Ägyptologe Rainer Stadelmann im Jahre 1982. Die Ausgrabungen auf dem einstigen Gelände eines militärischen Sperrgebietes dauern an.

Die Pyramide von Snofru wurde auf einem massiven Fundament aus Tura-Kalkstein erbaut. Auch im Kern der Anlage finden sich die rötlichen Kalksteinblöcke, welchen die Pyramide von Snofru den Beinamen Rote Pyramide verdankt. Der Pyramidion genannte Abschlussstein konnte im Schutt gefunden und restauriert werden. Er gilt als einzig erhaltener einer Königspyramide des alten Ägypten und kann heute unweit des Totentempels besichtigt werden.

Als erste ihrer Art besitzt die Pyramide von Snofru keine unterirdischen Gängesysteme. Vom in 28 Metern Höhe befindlichen Eingang führt ein 63 Meter langer Gang zur Grundfläche hinab. Die Vorkammern der Pyramide gleichen einer verkleinerten Version der großen Galerie der Cheops-Pyramide. Zur eigentlichen Grabkammer gelangen Besucher über einen sieben Meter langen Gang. In der 8,5 Meter langen Grabkammer wurden keine Anzeichen auf einen Sarkophag gefunden. Allerdings war die Grabkammer starken Raubzügen ausgesetzt. Der Totemtempel der Roten Pyramide ist nur als Ruine erhalten geblieben.

Die Vermutung, dass es sich bei der Roten Pyramide um die Grabstätte König Snofrus handelt, ist historisch nicht belegt. Es wurde kein steinerner Sarkophag gefunden, allerdings hätte dieser auch aus Holz bestanden haben können und von Grabschändern verbrannt worden sein. Auch war die Pyramide von Snofru nicht mit einem Verschlusssystem versehen. In den 1950er Jahren wurden Mumienreste gefunden, welche man jedoch mit Snofru nicht in Verbindung bringen konnte und einem späteren Zeitpunkt zuschrieb.

Die Pyramide von Snofru zählt zu den intaktesten Pyramiden in Ägypten und kann von Touristen besichtigt werden. Dahschur liegt abseits der großen Touristenströme und lässt sich von Kairo bequem erreichen.