Faszination Ägypten

Bodenschätze Ägyptens

Ägypten ist ein Land, das sich über Mangel an Bodenschätzen nicht beklagen muss. Bislang lohnte sich der Abbau jedoch in vielen Fällen wegen der ungünstigen verkehrstechnischen Lage der Lagerstätten nicht überall.

Die bei weitem wichtigsten Bodenschätze für Ägypten sind Erdöl und Erdgas. Während das Öl zu großen Teilen in den Export geht, wird das Ergas vornehmlich im Inland zur Energiegewinnung und Düngemittelherstellung genutzt. Das Erdgas wird in Ägypten seit 1975 gefördert. Mehr als die Hälfte der geförderten Menge entfällt dabei auf die Stromerzeugung, der Rest auf die Industrie sowie die Privathaushalte.
Die ergiebigsten Abbaufelder für Erdgas und Erdöl liegen im Golf von Sues, in der Kattarasenke, im Westen der Sinai-Halbinsel, im Raum Hurghada, in der Lybischen Wüste sowie bei Abu Rodeis. Die noch vorhandenen Erdölreserven werden auf eine halbe Million Tonnen geschätzt. Die Fördermenge pro Tag entspricht in etwa 10% der Förderung Saudi-Arabiens.
Neben dem Tourismus und den Einnahmen aus dem Suezkanal, für dessen Benutzung Gebühren erhoben werden, ist der Export von Erdöl und petrolchemischen Produkten für Ägypten eine der Haupteinnahmequellen für Valuta, die für den Import von Lebensmitteln gebraucht werden. Aufgrund der ständig anwachsenden Bevölkerungszahlen stieg der Importbedarf in den letzten Jahren erheblich an.

Darüber hat auch die Gewinnung von Eisenerz eine große wirtschaftliche Bedeutung. Die wichtigsten Lagerstätten liegen im Gebiet um Assuan und bei der Oase Baharija. Auch die Manganerzvorkommen auf der Halbinsel Sinai sowie die Chrom- und Zinnvorkommen entlang der Küste des Roten Meeres spielen eine nicht zu unterschätzende Rolle in der Wirtschaft sowie im Exporthandel des Landes.
Am Roten Meer sowie im Süden der Sinai-Halbinsel und im Gebiet um Esna werden beträchtliche Mengen an Phosphat und Gips gefördert.
Zu den Bodenschätzen Ägyptens gehören weiterhin Salze, Asbest, Schwefel, Buntmetalle und geringe Mengen Steinkohle, wobei noch nicht alle Lagerstätten erschlossen sind. Seit den 1990er Jahren wird in Assuan Uranerz abgebaut.