Faszination Ägypten

Außenhandel Ägyptens

Der Außenhandel Ägyptens weist eine recht schwankende Bilanz auf relativ niedrigem Niveau auf. So bewegte sich die Einfuhr von 2007 bis 2009 zwischen rund 27 und etwa 53 Milliarden US$, während die jeweils erzielte Ausfuhr mit einem Minus-Saldo von rund 11 bis knapp 27 Milliarden US$ deutlich unter den getätigten Importen lag.

Bei den eingeführten Gütern lagen und liegen Maschinen und Fahrzeuge deutlich an der Spitze und betragen etwa ein Viertel der Gesamteinfuhr Ägyptens. Metalle und Metallwaren, Nahrungsmittel, Mineralöle und Erzeugnisse daraus sowie Chemische Produkte sind die weiteren Produktgruppen, deren Anteil über zehn Prozent an den Einfuhrgütern beträgt.
Die wichtigsten Exportgüter des Landes stellen Erdöl und Erdölerzeugnisse, Metalle und Metallwaren, Nahrungsmittel und Chemische Erzeugnisse dar, woraus ersichtlich wird, dass in mehreren Bereichen ein gewisser Austausch innerhalb bestimmter Produktgruppen erfolgt.

Eine Betrachtung der am Außenhandel Ägyptens beteiligten Länder ergibt eine relativ große Streubreite. Sowohl beim Import als auch Export bestreiten jeweils neun beziehungsweise acht Länder einen Anteil von circa 50 Prozent, während der Rest breit gestreut ist.
Hauptpartner sind im Import die USA, China und Deutschland, Hauptabnehmerländer Spanien, Italien, die USA und Indien.
Die Auslandsverschuldung des nordafrikanischen Staates liegt bei etwa 30 Milliarden US$, in der Länderbonität nahm Ägypten im Jahr 2009 Rang 70 ein.

Was die Handelsbeziehungen der EU zum Land am Nil betrifft, so ist die gleiche Tendenz des Außenhandels-Saldos wie zum Durchschnitt aller Länder zu verzeichnen, indem die Importe aus der EU mehr als das Doppelte der Exporte in die EU-Staaten betragen.

Die Außenhandelsbeziehungen zwischen Ägypten und Deutschland bewegen sich auf einem eher niedrigen Niveau. Während Deutschland im Schnitt der letzten Jahre jährlich etwa für eine Milliarde Euro Güter aus Ägypten einführte, beträgt die Ausfuhr rund 2,5 Milliarden Euro.
Beim deutschen Import stehen vor allem Erdöl sowie Textilien und Nahrungsmittel an der Spitze, während bei den deutschen Exportgütern Maschinen und Kraftfahrzeuge den Hauptanteil einnehmen.